Die richtigen Fragen

Manchmal scheint es, als ob man die richtigen Fragen im Leben finden muss, um vorwärts zu kommen. Eine solche Frage ist zum Beispiel: "Was will ich?", oder "Was macht mich wirklich glücklich?"

Doch ist das wirklich die richtige Frage? bzw. Ist es gerade die richtige Frage? 

Welche Frage brauche jetzt in diesem Moment, um weiter zu kommen? Um Antworten zu finden. Um Antworten zu finden, wo ich vielleicht noch nicht mal weiß, dass ich diese gesucht habe. Es ist gar nicht so leicht, die richtige Frage, zum richtigen Zeitpunkt zu finden, die einen vorwärts bringt.

Wir können uns viele Fragen stellen, doch welche bringt uns wirklich dazu nachzudenken und unser Leben zu überdenken? Welche Frage bringt uns dazu etwas zu ändern, endlich den ersten Schritt zu wagen? Welche Erkenntnisse müssen wir erstmal bekommen?

Vielleicht sind wir manchmal zu sehr damit beschäftigt Anworten zu finden, dass wir vergessen haben zuerst die Frage zu finden. Doch wie stellt man das an?

Der Schritt danach ist genau so schwer...Antworten für einen finden. Manchmal scheint es mir so, dass ich die Frage kenne, aber, dass ich mich streube die Antwort zu finden, weil ich weiß, dass dann -vielleicht soagr unangenehme- Veränderungen auf mich zu kommen. Ab und zu fehlt mir auch einfach die Kraft die Antwort zu finden. Da hat mich die Suche nach der Frage schon so ausgesaugt, dass derzeit keine Kraft für die Antwort ist.

Oder aber ich scheue mich davor mich mit mir selbst zu beschäftigen, mich selbst kennen zu lernen, mich selbst zu definieren. Denn jede dieser Fragen zielt auf mich ab. Wer will ich sein? Was macht mich glücklich? Was will ich in einer Beziehung? Welche Fähigkeiten bezitze ich? Wie finde ich mich selbst?

9.4.17 16:37, kommentieren

Gedankenkarussell

Den einen Tag ist man noch gut drauf und dein fängt es an. Eine kleine Nervsache am morgen, ein kleiner Kieselstein rollt und bringt einen ganzen Berghang in Bewegung. Das Schlimme ist nicht, dass ich mich über eine Kleinigkeit aufgeregt habe, das Schlimme ist das, was es alles in mir ausgelöst hat. Das Gedankenkarussell hat sich angefangen zu drehen und zu drehen. Langsam kam eine Wut hoch, sogar über Dinge die damit gar nichts zu tun haben. Aber das negative Gedankenkarussell hat mich da hin gebracht.

Fast den ganzen Tag hatte ich miese Laune. Zwischendrin ist es mir zwar gelungen, vom Karussell abzuspringen. Doch mit einem Satz wurde ich wieder hinaufgezogen.

Ich will das doch gar nicht. Diese Wut, diesen Frust...ich habe allerdings auch keine Lust mehr nur die Symptome zu bekämpfen. Ich muss die Ursache bekämpfen. Doch das ist manchmal sehr anstrengen und dann strauchel ich und dann erscheint hin und wieder das Karussell. Teilweise gelingt es mir, das Karussell zum stoppen zu bringen. Manchmal jedoch dreht es sich eine ganze Weile. Manchmal gelingt es einem Freund mich raus zu ziehen. Manchmal schuppst er es jedoch unbewusst an.

Was hilft da wirklich? Was erst gar nicht in das Karussell einzusteigen? Was ist die Notbremse?

Vor zwei Tagen hatte ich dieses schlimme Gedankenkarussell. Abends bin ich noch mit einem Freund unterwegs gewesen. Er konnte das Karussell bremsen, doch am Ende schuppste er es unbewusst wieder an. Doch seine Schulter zum Ausheulen und Ausruhen war da.Den Tag darauf dachte ich noch darüber nach, über alles gedachte, gesagte. Warum fühlte ich mich so? Warum regte mich sowas auf? Was will ich eigentlich?

Das war die Frage hin zur Ursache. Was will ich eigentlich? Nachdem ich das für mich (in einigen Punkten zumindest) für mich rausfinden konnte, nämlich, was ich will, teilte ich es meinem Freund mit, der mein Gedankenkarussell dieses mal mit ausgehalten hat. Und nachdem ich mitgeteilt hatte, was ich will, nicht, was ich träume oder die Vernunft einem sagt, sondern wirklich, dass was ich denke und fühle, was mein Wunsch ist, danach ging es mir besser.

Der Tag danach, also heute sah dann schon wieder viel besser aus und ich bin stolz auf mich, dass ich meinen Willen formulieren konnte. Es ist, als ob das Formen meines Willens ins klare Sätze, den Nebel ein Stück weit geklärt hat und ich wieder ein Stück weit Vertrauen zu mir selbst gewonnen habe. (Zumindest bilde ich mir das gerade ein =))

6.4.17 18:46, kommentieren

Die endlose ToDo-Liste

Meine ToDo-Liste ist endlos. Inzwischen habe ich sie sogar in 4 Kategorien aufgeteilt: Privat, JDs (sprich meine Aufgabe mit den Mädels in meiner Gemeinde), Band, Musiktheater. Und in jeder Kategorie lässt sich mind. 1 Punkt finden. Am längsten ist Privat.

Meine ToDo-Liste ist wie die meisten anderen bestimmt auch. Kaum hat meinen einen Punkt davon gestrichen, kommen 5 neue hinzu. Das kann ganz schön frustrierend sein, wenn man nur noch sieht wie viele Punkte auf der Liste stehen, statt zu bemerken, was man schon alles abgehakt hat.

So eine Zeit hatte ich noch vor kurzem. Hinzu kam, dass die Punkte einfach nicht verschwinden wollten. Es sind zum Teil Aufgaben, die schon seit Ewigkeiten dadrauf stehen. Irgendwann kamen sie mir in den Sinn und seit dem stehen sie dadrauf. Es sind auch mehr oder weniger wichtige Punkte, wo ich auch nicht einfach sagen kann: "Ach, dann eben nicht. Nicht so wichtig." Es sind Punkte, die ich sonst vielleicht nie mache, wie zum Beispiel mir einen neuen Brillenpass besorgen und dann eine neue Brille. (Ich trag seit Jahren Kontaktlinsen und benutze meine Brille hauptsächlich morgens und abends. Sie hat ca. 2dpt weniger als ich eigentlich brauche und das eine Glas fällt hin und wieder raus. Aber da ich nun mal hauptsächlich Kontaktlinsen trage...).

Oder da stehen Punkte drauf, die gemacht werden müssen, wo ich aber keine oder nur wenig Lust zu habe. Wo ich also erstmal den inneren Schweinehund überwinden muss, damit ich den Punkt abhaken kann. Wie zum Beispiel die Zeitung layouten und den Druckauftrag fertig machen. Meine Mädels wollten unbedingt eine Zeitung machen. Das mit dem fristgerechten Abgeben war nicht einer ihrer Stärken und ich kann zwar durchaus mit Photoshop und Co umgehen, aber teilweise machen mich Layout-Aufgaben echt fertig. Vor allem bei großeren Sachen. Dann fällt einem kurz vor der Fertigstellung noch dies und das aus. Oder man hat was vergessen und muss die Hälfte überarbeiten. Wenn ich was für andere mache kommt noch stets die Kritik und Wünsche der Auftraggeber hinzu. Das kann auch frusten.

Eine Zeitlang habe ich meine ToDo-Liste als Notiz auf dem Handy geführt. Immer wenn was erledigrt war, habe ich den Punkt gelöscht. Aus irgendeinem Grund ist das psychisch was anderes, als wenn ich den Punkt durchstreiche.

In meiner neuen App explodieren die abgearbeiteten Punkte und landen in dem "Erledigt"-Archiv. Ich finde, dass führt viel besser zum Chacka-Gefühl. 

Keine Ahnung, ob es an der neuen ToDo-Liste oder an meiner innerne Einstellung liegt, aber mittlerweile ist meine ToDo-Liste wieder mein Freund. Nicht "Hey-Du-musst-da-noch-was-erledigen", sondern "Moin-du-wolltest-noch-folgendes-tun", quasi eine freundliche Erinnerung.

Es fühlt sich mittlerweile wieder viel erfüllender an, wenn ich einen Punkt erledige. Ich denke, dass liegt auch daran, das ich selbst bestimme, ob ich es erledigen will oder nicht und wann. Ich habe mich mehr von dem äußeren Druck befreit, dass ich andere Erwartungen erfüllen will. Ich will vor allem meine Erwartungen erfüllen.   

2.4.17 16:28, kommentieren

Weinen reinigt die verletzte Seele

"People cry, not because they're weak. It's because they've been strong for too long." - soll wohl von Johnny Depp stammen.

An sich vollkommen egal, denn ich kann dem nur zu stimmen. Manchmal geht es einfach nicht mehr. Man bekommt das Gefühl: "Ich will jetzt einfach nur heulen."

Das sind die Augenblicke, wo das Herz sagt: "Hey, lass uns bitte eine Pause machen. Ich kann nicht mehr lange stark sein."

Und dann kommen die Tränen, einfach so. Es braucht teilweise noch nicht mal einen bestimmten Grund. Es wurde schlichtweg zu viel. 

Weinen ist eine Art des Körpers um den inneren Druck abzubauen. Menschen, die lange stark waren, haben sich immer wieder aufgerappelt und gekämpft. Doch, wenn man sich nicht mal eine Pause gönnt, nimmt sie sich der Körper und weint. Er lässt die Gefühle des Frust, der Einsamkeit, der Angst nun ohne zu fragen zu, weil er uns mitteilen will, dass es in Ordnung ist. Es ist in Ordnung die "negativen" Gefühle zu zulassen. Sie gehören genauso zu uns. Sie brauchen Beachtung, sie wollen aktzeptiert werden. Denn Sie wollen uns etwas sagen. Sie wollen uns helfen unsere Bedürfnisse zu erkennen. Denn sie gehören ebenso zu uns, wie Freude, Verliebt sei und Glück.

Weinen reinigt die verletzte Seele. Es ist nichts, wofür man sich schämen braucht. Wenn man weinen kann, kann es ein Zeichen dafür sein, dass man seine Gefühle annimmt. Das wiederrum kann sehr befreiend sein.

Von daher ist Weinen kein Anzeichen von Schwäche. Weinen kann sogar ein Zeichen der inneren Stärke sein, solang wir in ihnen nicht ertrinken. Denn dann zeigt es, dass wir auch unseren negativen Gefühle annehmen, dass wir den Schmerz zulassen, um besser zu wissen, wie sich Freude anfühlt.

Denn wo es keinen Schmerz gibt, kann auch keine Freude sein.

1.4.17 16:56, kommentieren

Gruppennachrichten der indirekte Spam

Wer kennt das nicht, schnell mal viele Leute zum gleichen Thema erreichen, E-Mail, Gruppenchat...es ist so einfach...so einfach den Knigge dabei zu vergessen.

Wie schwer kann es denn sein Kommunikationswege für mehrere sauber zu halten? Ein wenig denken und schon hat man die Grundprizipien. Aber nein! Immer wieder in jeder Mail, die an mehrere Adressiert ist, jede Gruppe in Whatsapp, jeder Gruppe bei FB und was weiß ich wo noch, hat mindestens eine Person dabei, wo der Kopf bei diesen Kommunikationswegen ausschaltet.

Dann werden CC und BCC ignoriert, Betreffzeilen missbraucht und Gruppen verwirrt.

Fangen wir mit E-Mails an. E-Mail-Verteiler schön und gut, aber bei größeren Gruppen, wo sich nicht jeder kennt und erst recht nicht, wenn nicht jeder Hanswurst den E-Mailverteiler nutzen soll -Spam und so- dann nicht den BCC zu nutzen ist schon ziemlich kritisch. Denn dann kommt sowas wie, "Alle antworten": "Ja, cool. Finde ich klasse.", "Kann da nicht.", etc. Ergo Antworten, die nicht alle interessieren, bzw. nützen. Oder die Spezies, die einfach mal auf Alle antworten klicken, um eine Info für einen Bruchteil der Leute rumzuschicken, und dabei vergessen den Betreff zu ändern. Da denkt man, da kommt noch eine wichtige Ergänzung und dann betrifft es einen noch nicht mal.

Mann!

An=die Leute, die es betrifft und antworten sollen

CC=die Leute, die informiert werden wollen, die es aber nicht unbedingt betrifft.

Ist doch nicht so schwer.

Gruppenchats: Liebe Menschen! Es ist überhaupt kein Problem eine weitere Gruppe zu gründen, wenn es nur einen Teil der Leute betrifft. Nachrichten wie "Treffen dann um 18:00", obwohl man genau weiß, dass die Probe wegen der Extraprobe von den anderen ausfällt, verwirrt sonst nur.

Früher gab es auch die coole Abkürzung PN...also eine persönliche Nachricht an einen, nicht die Gruppe. Details zwischen zwei Leuten muss nicht in der Gruppe besprochen werden. 

Mein Appel an die Menschheit: Gehirn anschalten vor dem Schreiben. So können viele Nerven gerettet werden.

27.3.17 16:48, kommentieren

Einfach schwimmen, schwimmen!

Doctor Fisch Dorie scheint zwar manchmal verplant und ist vergesslich, aber spätestens seit "Findet Dorie" wissen wir, dass sie eine einzigartige Art hat Probleme zu lösen und stets optimistisch ist. Ihre Lebensphilosophie lässt sich wohl mit "Einfach schwimmen" beschreiben.

Seit Anfang des Jahres versuche ich dieser Lebensphilosophie nachzufolgen und gehe 1x die Woche schwimmen, 30-60Min. Gut, es war nicht jede Woche und ja...derzeit mehr 30 Minuten, als 60. Aber dafür durchgängige Bewegung und ich mein nicht sich treiben lassen. Und es ist ok, wenn es nicht machinisch jede Woche 60 Minuten sind. Einmal waren es sogar weniger als 30, weil es mir nicht so gut ging und ich einfach keine Lust mehr hatte.

Es geht hier schließlich nicht darum aus mir den nächsten Olympia-Sieger zu machen. Ich bin eh nur schnell im Rückenschwimmen.

Es geht einfach darum, sich zu bewegen und seine Gedanken zum einen voll und ganz auf die Bewegung zu konzentrieren. Zum anderen seine Gedanken auch schwimmen zu lassen und der ein oder andere Gedanke geht dabei vielleicht unter und belastet mich nicht mehr. (Stirb negative Gedanken! Mach blubblubb)

Manche Leute gehen joggen um den Kopf frei zu bekommen. Doch Joggen und ich sind keine Freunde. Ich renn nur, wenn ich vor irgendwas weg oder irgendwas hinterrenne, aber nur so durch die Gegend, war noch nie meins. Schwimmen hingegen schon. Das mag ich lieber.

Und da sieht man mal wieder das wir Menschein einfach unterschiedlich sind und jeder für sich herausfinden muss, was einem gut tut. Hauptsache man findet Zeit und eine Tätigkeit, die einem hilft sich einfach mal auf sich und seinen Körper zu konzentrieren und negative Gedanken weg zu bewegen. Völlig egal, wie gut man dabei ist, wichtig ist, es macht einem Spaß und hilft einem.

Der eine radelt die Tour de France in der nordeutschen Marsch, der andere läuft wie Forrest Gump durch die Weltgeschichte und andere machen es wie ich und folgen Dorie. Einfach schwimmen!

 

 

24.3.17 12:05, kommentieren

Hallo, Ich!

Manchmal sind Erkenntnisse ganz schön hart, weil sie zwar aufzeigen, was wir brauchen, aber oft nicht durch den leichten Weg zu erreichen sind.

Es wäre so viel einfacher, wenn mein Prinz (dessen tapferes Streitross wohl unterwegs abgehauen ist oder die falsche Abbiegung genommen hat) in den nächsten 5 Minuten an meiner Tür klingelt. Kaum treffen sich unsere Blicke, ist uns beiden sofort klar, dass vor uns jemand besonderes steht. Wir verbringen ab sofort schöne Stunden, können zur jeder Tages und Nacht Zeit anrufen und haben keine Angst uns gegenseitig unsere Träume, Ängste und Ziele anzuvertrauen. Wir unterstützen uns, sind für einander da, fühlen uns geborgen...Brrrrnggg! Der Wecker klingelt aus der Traum...

Sicher, wäre es so viel einfacher, wie im Film eben oder im Märchen. Doch so ist es nun mal nicht. Sich durch eine andere Person abhängig zu machen, wird auf Dauer nie glücklich machen. Und höchstwahrscheinlich haben meine bisherigen Beziehungen nie wirklich funktioniert, weil ich in meinem Partner meinte, etwas gefunden zu haben, was mir sonst fehlt und ich nur mit Hilfe dieser Person bekommen kann.

Ich will kein Loblied auf das Singleleben anstimmen. Der Mensch wurde nicht dazu erschaffen, um allein zu sein und manches geht nun mal nur mit dem richtigen Partner.

Allerdings suchen wir manchmal Glück und Zufriendenheit in der falschen Person. Denn wir müssen nicht den Partner suchen, der uns das geben kann, sondern wir müssen das in uns suchen. Wenn ich alleine nicht glücklich sein kann, wie kann ich das in einer Beziehung? Wenn ich mich nicht um mich sorgen kann, und zwar materiell und emotional, wie kann das in einer Beziehung funktionieren?

Das heißt für mich also im Moment, dass ich erstmal wieder mit mir selbst ins reine kommen muss, bevor ich neue, tiefe, gesunde Beziehungen aufbauen kann.

Weg also von "Ach, wenn doch" hin zu der Erkenntnis wer ich bin und was ich will. Weg von den Zweifeln und hin zu mehr Selbstliebe. Weg von der Suche in meiner Umwelt hin zu der Suche in mir selbst.

Ich weiß zwar noch nicht wie ich das genau anstellen werde, aber das werde ich noch heraus finden. Auf jeden Fall heißt es erstmal: "Hallo, Ich!"


20.3.17 19:49, kommentieren

Kochen mit Lerneffekt?

Ich finde durchaus, das ich kochen kann. Von kleinauf habe ich in der Küche mit rumgewerkelt und konnte mir auch den ein oder anderen Küchentrick von Mama und Papa abkucken. Bis heute ist auch noch keiner an meinen Kochkünsten grippiert. Klar, geht auch mal was schief. Aber die Küche ist nun einmal ein Labor, wo ausprobiert wird. Doch letztens musste ich stark schlucken und aufpassen, dass mein Ego keinen Knick bekommt.

In meiner Gemeinde mache ich viel mit den Jugendlichen. Letztens haben wir zusammen gekocht. Das Rezept (Mango-Lasagne) kam von einem der Mädels und keiner von uns hatte das je schonmal wirklich gemacht. Neben den Mädels war auch eine Mutter anwesend, die netterweise den Fahrdienst für einige macht. (Normaler Weise mag ich es nicht, von Eltern bei unserer Aktivität anwesend sind. Doch das ist ein anderes Thema.)

Die Mädels versuchten sich also an dem Rezept. Ich gab hin und wieder einen Hinweis, wollte mich aber sonst größtenteils raushalten. Immerhin sollen die sich ja ausprobieren und lernen und nicht ich. Irgendwann kam jedoch der Moment, wo sich besagte Mutter nicht mehr raushalten konnte und sich einmischte. Innerlich hätte ich sie gerne aus der Küche geschmissen, aber ich schluckte alle Seitenhiebe runter. Doch dann das!

Eins meiner Mädels äußerte, nachdem besagte Mutter sich eingemischt hatte: "Ein Glück, das -besagte Mutter- da ist." Autsch -.-

Ja, ich hätte auch eingreifen können. Ja, ich wusste, was man hätte tun können. Ja, dann wäre es vielleicht noch besser geworden. Aber ich wollte, dass die das selber machen, das sie Eigenständigkeit lernen.

Oh, ich werde wohl eine grausame Mutter werden. Meiner Kinder würden Fehler machen und sie würden vielleicht daraus lernen. Ich würde zulassen, dass etwas nicht top ist, weil ich möchte, dass die das machen und so vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten lernen (oder weil ich zu faul bin alles für sie zu machen). (Ich hoffe, man erkennt die Ironie)

Also tief schlucken und wissen, dass man es kann. Ich kann das. Ich kann das! Ich kann DAS! Fähigkeiten ins Gedächnis rufen und erinnern, warum man diesen Weg gefällt hat. Manchmal gar nicht so einfach. Und das nächste mal klare Grenzen für Eltern setzen -.-

 

P.S.: Es hat echt gut geschmeckt. Vielleicht nicht ganz so fest, aber lecker. 

18.3.17 15:42, kommentieren

Mut hält Angst die Hand

Geschafft...ich lebe noch...trotz der tausend Tode, die ich im Vorfeld gestorben bin, war ea nachher halb so schlimm beim Zahnarzt zu sein. Er hat das richtig gut gemacht. Mir genau erklärt, was Sache ist und wie und warum. Das hat echt geholfen.

Schon als Kind war ich so. Entweder man hat mich richtig gut abgelenkt und mir erklärt, was nun passiert und warum und das es gleich weh tut. An sich kann ich Schmerzen ziemlich gut ab, vorrausgesetzt, man erzählt mir, dass es gleich weh tut.

Doch nun zum eigentlichen.

Seneca hat den weisen Spruch gebracht: "Mut ist nicht die Abwesendheit von Angst, sondern das Wissen, das etwas wichtiger ist als die Angst."

Das kann ich nur unterschreiben. Ich hatte zwar Angst, aber meine Vernunft und mein Wissen teilten mir mit, dass es besser ist vorsorglich zum Zahnarzt zu gehen, als erst wenn der Schmerz kaum mehr auszuhalten ist.

Ansich bin ich in gewisser weise ein Angsthase, auch wenn andere das Gegenteil meinen. Allerding... wenn ich so zurückblicke, habe ich schon oft Mut bewiesen. Manchmal sind es nur de kleinen Dinge, aber ich war mutig. Ich wusste, dass ich meine Angst ins Auge blicken muss und dass es kein anderer für mich tun kann. Obwohl ins Auge blicken wohl nicht ganz stimmt.

Es ist viel mehr so, dass der Mut kommt, die Angst an die Hand nimmt und sagt: "Komm, wir schaffen das...gemeinsam." Die Angst ist zwar immer noch da, aber der Mut ist derjenige, der voran geht. Und vielleicht erkennt die Angst, dass es gar nicht so schlimm war, dass sie nicht weglaufen und sich verstecken muss. Sondern mit dem Mut ins Ungewisse treten kann.

1 Kommentar 12.3.17 16:45, kommentieren

Is' was Doc?

Ich hasse es zum Arzt zu gehen. Egal welcher...Ich mag es nicht und muss mich jedes mal mehr oder weniger überwinden hin zu gehen. Ich bin eher der Typ, solange ich den Kopf nicht unter dem Arm hab, passt das schon. Zum Zahnarzt ist besonders schlimm, da ich nicht sehen kann, was er macht und das Untersuchungskaudawälsch kaum versteh.

Ich war seit Jahren nicht mehr bei Zahnarzt, so von wegen Vorsorgeuntersuchung und so. Zuerst hatte ich nach meinem Umzug einfach anderes im Kopf. Doch man wird ja immer wieder daran erinnert. Man sollte doch mal wieder. Leichter gesagt, als getan. Ich schob es einfach immer weiter vor mir her. Das Erinnern half einfach nicht bis zur Terminvereinbarung.

Allerdings habe ich mich in letzter Zeit mehr mit Ernährung beschäftigt und dazu gehört nun mal auch das Kauwerkzeug. Letzten Samstag dann endlich konnte ich mich durchringen einen Termin zu vereinbaren. Die Ausrede: "Ich ruf später an, ist ja Wochenende." funktionierte auch nicht. Danke digitale Welt, mittlerweile kann ich sogar online Arzttermine mitten in der Nacht vereinbaren. Und das habe ich und seit dem habe ich leichte Angstzustände.

Warum bekomme ich teilweise auch so schnell Panik? Die erste Nacht nach der Terminvereinbarung konnte ich kaum schlafen. Lauter Horrorvorstellungen geisterten in meinem Kopf herum. Ich versuch mich einzureden, dass alles halb so schlimm wird. Das ich auf eine ortliche Betäubung bestehen kann. Das es besser jetzt irgendwas passiert, als wenn ich die schlimmen Schmerzen hab, bloß, weil ich zu feige war.

Teilweise fühle ich mich ganz cool. Kann sofort los gehen. Ich rock das Ding. Ein paar Momente später...Er muss hundertpro bohren. Ich will da nicht alleine hin....So geht das seit ein paar Tagen und noch dreimal schlafen, bis der Termin ist. 

Oh Mann...

1 Kommentar 7.3.17 21:33, kommentieren